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Wie eine kleine Petition Großes bewirkt hat: Aus der Bernardgasse wird eine Wohnstraße!

Die Bernardgasse im 7. Wiener Gemeindebezirk ist eine schöne, aber für ihre Bewohner_innen wenig lebenswerte Gasse. Deshalb ist Sigrid T. letzten Sommer aktiv geworden und hat eine Petition auf unserer Petitionsplattform mein #aufstehn gestartet, in der sie die Umgestaltung der Gasse fordert. Wir haben Sigrid bei ihrer Kampagne unterstützt und sie bis zur Übergabe der Unterschriften begleitet.

Dringend notwendige Veränderungen

Die wunderschönen alten Häuserfassaden der Bernardgasse sind weit über den 7. Bezirk hinaus bekannt. Den Fußgänger_innen und Anwohner_innen bieten sie allerdings wenig Platz zum Spazieren, wenig Raum zum Verweilen und wenig Grün, das besonders im Sommer für dringend nötige Abkühlung an Hitzetagen sorgen würde. Sigrid T. wohnt mit ihrer Familie schon länger in der Bernardgasse und beschloss im August 2021, aktiv zu werden.

Wikimedia/Braveheart/CC BY-SA 4.0

Sigrid startete die Petition “Die Bernardgasse soll eine Wohnstraße werden” auf unserer Petitionsplattform mein #aufstehn, lud Nachbar_innen in Gesprächen zum Unterzeichnen ein und verteilte Flyer an die Bewohner_innen, um sie von ihren Forderungen zu überzeugen: Mehr Grünflachen und Bäume, weniger Parkplätze, stattdessen Begegnungszonen sowie mehr hundefreundliche Abschnitte.

Die Bezirksverwaltung nahm die Petition als Anstoß, um in Gesprächsrunden und in Umfragen die Wünsche und Anliegen der Bewohner_innen zu erfahren. Nach diesen ersten Erfolgen kontaktiere Sigrid das Bezirksamt und vereinbarte einen Termin für die Übergabe der Petition: 321 Menschen haben die Petition online auf mein #aufstehn unterzeichnet, 34 weitere Personen gaben im “Bernardstüberl” ihre Unterschrift persönlich auf Papier ab.

Die Übergabe

Am 9. Dezember übergaben Sigrid und weitere Unterstützer_innen die Petition an Markus Reiter, Bezirksvorsteher des 7. Bezirks. Auch wir von #aufstehn waren vor Ort dabei.

Beim Übergabetermin wurden wir so Zeug_innen von einer sehr positiven und wertschätzenden Begegnung. Der Bezirksvorsteher bedankte sich bei den Initiator_innen der Petition und nahm die 355 Unterschriften mit Freude entgegen. Er sei sehr motiviert mit den Anrainer_innen die Bernardgasse umzugestalten – seit Kurzem sei der Umbau fixiert.

Um die große Anzahl der Unterschriften zu verbildlichen, überreichten die Petitionsunterstützer_innen dem Bezirksvorsteher im Anschluss ein Bild. Darauf zu sehen: 355 Figuren – jede Figur symbolisiert eine_n Unterzeichner_in für die Bernardgasse. Die Petitionsstarterin Sigrid zeigte sich positiv überrascht, wie gut ihre Petition von den Menschen in der Gegend und auch vom Bezirksvorsteher angenommen wurde. Sie freut sich, dass die Anliegen ihrer Familie und der anderen Bewohner_innen gehört und eingebunden werden.

Unser Highlight des Abends war jedoch ein Video von zwei Kindern, deren Traum von einer lebenswerteren Bernardgasse nun in Erfüllung gehen soll. Wir finden es großartig, wie kreativ sich auch die Kleinsten eingebracht und ihren Forderungen damit Gehör verschafft haben.

 

Wir freuen uns, dass die Petition erfolgreich war und wir die Petitionsstarterin bei ihrer Kampagne begleiten und ihr unter die Arme greifen konnten – und das nicht nur, weil unser Büro auch in der Bernardgasse liegt. Die Umgestaltung an sich ist natürlich noch ein längerer Prozess – wir werden auf jeden Fall gemeinsam mit der Petitionsstarterin dran bleiben!

Du hast wie Sigrid eine Idee für eine Veränderung in deiner Straße, deiner Gemeinde oder Region? Dann starte deine eigene Petition auf unserer Petitionsplattform mein.aufstehn.at. Wir sind unterstützen dich gern dabei!

Johanna koordiniert die Petitionsplattform "mein #aufstehn". Sie betreut die Petitionen von engagierten Menschen und unterstützt sie bei ihren Anliegen. Schon während ihres Biologiestudiums setzte sie sich bei verschiedenen NGOs für Umweltschutz und Menschenrechte ein. Neben ihrem Engagement bei #aufstehn macht sie ihren Master in Umwelt- und Bioressourcenmanagement.