Wie du beim Lebensmitteleinkauf jetzt sparen kannst

Lebensmittel sind in den letzten Jahren spürbar teurer gewordenund für immer mehr Menschen ist der Wocheneinkauf dadurch unleistbar. Seit 1. Juli gibt es eine Steuersenkung auf Grundnahrungsmittel. Was sich dadurch ändert und wie du sparen kannst, erfährst du hier.

Mehr als 300.000 Menschen in Österreich können sich keine ausgewogene Ernährung leisten. Das entspricht etwa der gesamten Bevölkerung von Graz [1]. Vor allem Familien, Pensionist_innen und Menschen mit geringem Einkommen geraten durch die stark gestiegenen Lebensmittelpreise unter Druck. [2]. Deshalb haben wir die Petition „Lebensmittel wieder leistbar machen!“ gestartet und die Bundesregierung sowie Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer zum Handeln aufgefordert. Unser Protest hat gewirkt: Seit dem 1. Juli gelten niedrigere Steuern für Lebensmittel des täglichen Bedarfs.

Diese Produkte werden jetzt günstiger

  • Tierische Milch, Milcherzeugnisse und Eier:
    🥛 Milch (inkl. laktosefreie tierische Milch)
    🧈 Butter
    🍶 Joghurt
    🥚 Eier (von Hühnern)
  • Gemüse (frisch und tiefgekühlt):
    🥔 Kartoffeln
    🍅 Tomaten
    🧅 Speisezwiebel, Knoblauch und Lauch sowie anderes Lauchgemüse (ohne Steckzwiebel)
    🍈 Kohl, Blumenkohl/Karfiol, Kohlrabi und andere Kohlsorten
    🥬 Salat
    🥕 Karotten, Rüben und Knollensellerie
    🥒 Gurken
    🫘 Bohnen, Erbsen und andere Hülsenfrüchte
    Anderes Gemüse (z.B. Kürbis, Paprika oder Spargel)
    Gemüse gefroren (z.B. Erbsen, Spinat)
  • Obst:
    🍎 Äpfel
    🍐 Birnen
    🍑 Steinobst frisch (z.B. Marillen, Kirschen, Pfirsiche, Pflaumen/Zwetschken)
  • Getreide, Müllereierzeugnisse und Backwaren:
    🍚 Reis
    🌾 Weizenmehl und Weizengrieß
    🍝 Nudeln (ungekocht und ohne Füllung)
    🥖 Brot und Gebäck (Semmel, Mohnflesserl, Salzstangerl usw., inkl. glutenfreies Brot)
  • Speisesalz

Bei all diesen Lebensmitteln gilt eine reduzierte Umsatzsteuer von 4,9 Prozent statt bisher 10 Prozent [3]. Viele Supermärkte kennzeichnen die betroffenen Produkte bereits direkt am Regal, damit man sie leicht erkennen kann. Die Ersparnis pro Artikel macht zwar meist nur wenige Cent aus – doch was zunächst nach wenig klingt, summiert sich im Alltag: Die Bundesregierung rechnet mit einer Entlastung von rund 100 Euro pro Haushalt im Jahr. Bei Familien mit höherem Verbrauch kann die Ersparnis sogar noch etwas darüber liegen [4]. Damit wird der Wocheneinkauf zwar nicht schlagartig günstig, aber die Maßnahme sorgt dafür, dass wichtige Grundnahrungsmittel wieder etwas leistbarer werden.

Warum Online-Petitionen wirken

Veränderungen entstehen dann, wenn viele Menschen ihre Forderungen gemeinsam sichtbar machen. Über 25.000 Menschen fordern günstigere Lebensmittel von der Bundesregierung – wir haben ihren Protest in Form einer mehr als vier Meter langen Rechnung vor das Wirtschaftsministerium gebracht [5]. So haben wir der Bundesregierung und Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer gezeigt, dass Lebensmittel wieder leistbar werden müssen.

Ein großes Dankeschön gilt den über 40 Menschen, die die Aktion und unsere Arbeit mit ihrer Spende ermöglicht haben!

Die Senkung der Mehrwertsteuer zeigt, dass unser Einsatz wirkt. Damit wir auch in Zukunft Druck auf Entscheidungsträger_innen ausüben, Kampagnen organisieren und Menschen mobilisieren können, brauchen wir starke Unterstützung. Aktuell spendet uns nur rund ein Prozent der aufstehn-Community. Wenn du willst, dass wir uns auch weiterhin erfolgreich für ein leistbares Leben einsetzen, unterstütze uns mit einer monatlichen Spende.

 

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Quellen:
[1] ec.europa.eu: Inability to afford a meal with meat, chicken, fish (or vegetarian equivalent) every second day
[2] Profil, 15.06.2022: Auf den letzten Reserven: Wen die Inflation am stärksten trifft

Michael ist als Senior Campaigner Teil von #aufstehn. Er hilft dabei, wirkungsvolle Kampagnen auszuarbeiten – besonders leidenschaftlich setzt er sich für soziale Gerechtigkeit ein.