JAHRESBERICHT 2020

Und plötzlich war alles anders… 2020 war auch für uns ein herausforderndes Jahr. Dabei war es uns besonders wichtig, dass wir füreinander da sind und aufeinander schauen – damit wir alle gut durch diese Krise kommen. Gleichzeitig haben wir sichergestellt, dass unsere großen ZIele auch während Corona nicht untergehen und haben diese vehement in unseren Kampagnen eingefordert – für ein positives Miteinander, Chancengleichheit, soziale und ökonomische Gerechtigkeit und echten Klimaschutz.

Wir hatten aber auch Grund zu feiern: Im November feierte #aufstehn – leider ohne große Feier – sein 5-jähriges Vereinsbestehen. Ein tolles Gefühl zu sehen, was wir seit damals gemeinsam bewegt haben. Und auch 2020 war trotz Pandemie durchaus erfolgreich: Wir sind zu einer Community von über 330.000 Menschen angewachsen und gemeinsam haben wir in starken #aufstehn-Kampagnen Appelle unterzeichnet, Protest-Mails verschickt, Telefone heißlaufen lassen und Entscheidungsträger_innen mit unseren Forderungen konfrontiert. Zusätzlich dazu haben engagierte Personen und Initiaitiven mit ihren eigenen Petitionen auf unserer Plattform mein.aufstehn.at Veränderungen bewirkt – ob im Ort, im Bundesland oder sogar im ganzen Land.

...unser Jahr in Zahlen:

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Unterschriften
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E-Mails an Entscheidungsträger_innen
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Petitionen, gestartet von engagierten Einzelpersonen und Initiativen auf mein #aufstehn

Unsere Kampagnen-Highlights 2020

 

 

Geflüchtete evakuieren: Wir haben Platz!

Im Februar erreichten uns dramatische Bilder von der türkischen Grenze und den griechischen Inseln, im Herbst brannte das überfüllte Flüchtlingscamp Moria auf Lesbos vollständig ab. Wir haben ein Tool erstellt, mit dem fast 6.000 Menschen aus ganz Österreich ihre Bürgermeister_innen aufgefordert haben, Geflüchtete in ihrer Gemeinde aufzunehmen. Viele von ihnen haben sich auch öffentlich für die Aufnahme ausgesprochen. Über 40.000 Menschen forderten in unserem Appell #SOSMoria, dass Österreich Verantwortung übernehmen und Schutzsuchende aufnehmen muss. Hunderte haben zu Telefonhörern gegriffen, um die ÖVP in allen Bundesländern aufzufordern, sich gegen die unmenschliche Politik von Kurz zu stellen.

 

Zusammenhalt: Unsere Community während Corona

Die Menschen aus der #aufstehn-Community sind füreinander da, auch während der Pandemie: Gemeinsam haben wir u.a. mehrsprachigen Briefe in der Nachbarschaft verteilt und Menschen in der Risikogruppe unsere Hilfe angeboten. Über 350 engagierte Menschen nahmen Anfang Juni an unserer österreichweiten Videokonferenz unter dem Motto “Wir schreiben den Plan aus der Krise gemeinsam!” teil. Zusammen mit Expert_innen diskutierten wir die brennendsten Fragen zu den Themen Arbeit und Wirtschaft, Demokratie und Rechtsstaat sowie Klimaschutz.
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Klimaschutz: Unser Einsatz für Klimagerechtigkeit!

Wenn Konzerne hierzulande ein Sauber-Image pflegen, aber im Ausland Kohleabbau in großem Stil unterstützen, dann ist das “Greenwashing”: Über 330.000 Menschen aus aller Welt forderten Siemens auf, aus einem Kohle-Deal in Australien auszusteigen, wir trafen die Verantwortlichen in Österreich und protestierten vor dem Siemens-Gebäude. Damit trotz Corona die Bewältigung der Klimakrise nicht zu kurz kommt, versammelten sich Tausende zu einem Klimastreik im Herbst: Mit einem ausgeklügelten Sicherheitskonzept und einer LED-Wand, auf der Klima-Botschaften von #aufstehn-Unterstützer_innen aus ganz Österreich zu sehen waren, konnten wir für die nötige Aufmerksamkeit sorgen! Weiterlesen...

 

Wir stehen auf gegen Gewalt an Frauen

Jede fünfte Frau in Österreich ist von Gewalt betroffen, alle zwei Wochen tötet ein Mann eine Frau – die Corona-Krise hat das Problem häuslicher Gewalt zusätzlich verschärft. Gemeinsam haben wir mit einem Flyer dafür gesorgt, Menschen auf die wichtigsten Hotlines für Betroffene aufmerksam zu machen. Auch Medien tragen eine Verantwortung, wenn es um Gewalt an Frauen geht: Zu oft werden Gewalttaten und Morde an Frauen als “Beziehungstat” oder “Familientragödien” verharmlost. Deshalb haben wir den #Verharmlosungsradar gestartet: Dort können Leser_innen problematische Artikel melden und per Mail oder Twitter direkt die zuständigen Redakteur_innen auffordern, verantwortungsvoll über Gewalt zu berichten.

Wir reden drüber…

Kennst du schon unseren neuen Podcast? Seit Herbst 2020 sprechen wir mit Aktivist_innen, Engagierten, Petitionsstarter_innen und Expert_innen über Themen, die vielen von uns unter den Nägeln brennen: Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit, Feminismus, Antirassismus und vieles mehr. Wir blicken hinter die Kulissen von aktuellen Debatten und erfolgreichen Kampagnen – und wir schauen uns immer auch an, wie jede_r Einzelne von uns aktiv werden kann.

… und machen Schlagzeilen!

Diese Petitionen haben engagierte Menschen auf mein.aufstehn.at gestartet:

Was für ein Jahr auf unserer Petitionsplattform mein.aufstehn.at! Hunderte engagierte Menschen aus ganz Österreich haben auch heuer wieder Petitionen zu ihren Anliegen gestartet. Hier eine kleine Auswahl der Kampagnen, die 2020 auf “mein #aufstehn” ihren Anfang genommen haben:

Keine öffentlichen Förderungen für OE24 & Reformierung der Medienförderung

Die taktlose Berichterstattung rund um die Terroranschläge in Wien hat gezeigt: OE24 nützt Krisensituationen schamlos aus, um mit grausamen Bildern von Mord und Gewalt hohe Klickzahlen und Quoten zu erzeugen. Über 80.000 Menschen fordern daher, dass OE24 keine öffentlichen Gelder mehr erhalten soll. Wir von #aufstehn teilen das Anliegen der Petitionsstarterinnen und setzen uns schon lange für eine Reform der Presseförderung ein. In diesem Fall haben wir mit einer Plakataktion vor der OE24-Redaktion der Forderung Nachdruck verliehen. Weiterlesen...

 

Naturjuwel in Gefahr – keine Skigebietsanbindung in Vorderstoder

In Oberösterreich setzen sich engagierte Bürger_innen für den Erhalt des Ortes Vorderstoder ein: Dem höchstgelegenen Bergdorf Österreichs droht eine Anbindung an ein Skigebiet – mit verheerenden Folgen. Die Initiatve konnte über 20.000 Unterschriften sammeln und sorgte mit Protestaktionen vor Ort für Aufmerksamkeit – auch in den Medien. Weiterlesen...

 

Corona-Tausender für die Held_innen der Krise

Über 140.000 Menschen haben die Petition des ÖGB nach einem Corona-Tausender unterzeichnet. Er sollte all jenen zugute kommen, die in der Corona-Zeit das Haus verlassen und sich einem erhöhten Risiko ausgesetzt haben, um unser Land am Laufen zu halten. Auf diesen enormen Druck hin haben mehrere Regierungsmitglieder einen Corona-Tausender für die Held_innen der Krise in Aussicht gestellt – bislang allerdings ohne ihren Worten Taten folgen zu lassen.  Weiterlesen...

 

Diese und viele weitere Petitionen könnt ihr auf mein.aufstehn.at unterstützen.

Wer finanziert das? Schnelle Antwort: Du.

Wir wollen unsere Arbeit bald zu 100% aus Kleinspenden von Menschen wie dir finanzieren können – und wir sind auf einem guten Weg.

#aufstehn lebt von Menschen wie dir. Für dich und deine Anliegen machen wir unsere Arbeit. Wir wollen von niemand anderem abhängig sein, um schnell und unabhängig reagieren zu können, wo immer es uns braucht. Deshalb bewerben wir uns nicht um öffentliche Gelder oder Förderungen von Unternehmen.

Es gibt viele Menschen, die uns immer wieder mit Spenden für ganz konkrete Aktionen unterstützen – das können Plakate, Demoschilder oder Druckkosten sein. Andere helfen uns mit monatlichen Beiträgen, unsere Grundausgaben für Personal, Miete und Technik zu decken. Schon ein paar Euro helfen eine Menge.

 

 

Wir setzen auf die neueste Technik und arbeiten extrem effizient. Die Ausgaben für Bürokratie und Verwaltung sind minimal. Mit zehn Mitarbeiter_innen (fünf Vollzeit- und vier Teilzeit- bzw. geringfügigen Stellen) haben wir im vergangenen Jahr dutzende Kampagnen umgesetzt – viele davon mit Erfolg! 

Wer steckte 2020 hinter #aufstehn?

Das Herzstück von #aufstehn ist die Community von mehr als 330.000 Engagierten – so wie du –, die immer wieder bei Kampagnen und Aktionen mitmachen. Bei unserem zehnköpfigen Team laufen die Fäden zusammen: Maria, Nelson, Johanna, Raoul, Martina, Philine, Magdalena, Jasmin, Laura und Anna bündeln eure Stimmen und sorgen dafür, dass eure Anliegen in der Öffentlichkeit und auf der politischen Agenda landen.

Mehr über unser aktuelles Team erfährst du hier.

Maria Mayrhofer (Co-Founderin)

Maria leitet das #aufstehn-Team. Als Geschäftsführerin kümmert sie sich um den Aufbau der Organisation, plant und koordiniert Kampagnen, schmiedet Koalitionen und spricht mit den Medien. Die Politikwissenschafterin ist seit Jahren in den Bereichen Migration, Menschenrechte und Gender tätig. Für ihr Engagement gegen Hass im Netz wurde sie 2016 mit dem "Wiener Frauenpreis" ausgezeichnet.

Nelson Carr (Co-Founder)

Nelson ist Tech Director und kümmert sich um alles Technische. Vor seinem Engagement für #aufstehn war er in mehreren BürgerInnenrechts- und Menschenrechtsinitiativen aktiv und hat Internationale Entwicklung studiert.

Johanna Morandell

Johanna ist Klima-Campaignerin und Plattform-Koordinatorin von "mein #aufstehn". Dort betreut sie die Petitionen von engagierten Menschen und unterstützt sie bei ihren Anliegen. Neben ihrem Engagement bei #aufstehn macht sie ihren Master in Umwelt- und Bioressourcenmanagement.

Raoul Kopacka

Raoul ist Campaigner und begleitet Kampagnen von der Planung bis zur Umsetzung. Durch seinen Hintergrund als Dokumentarfilmer und Videojournalist produziert er auch Videocontent für #aufstehn. Zuvor war er vor allem in der Geflüchtetenarbeit aktiv, zuletzt als Projektleiter von "Flüchtlinge Willkommen Österreich".

Philine Dressler

Philine ist Campaignerin und betreut Kampagnen von #aufstehn. Davor hat sie u.a. bei den EU-Institutionen in Brüssel gearbeitet, bei der Internationalen Kampagne für die Abschaffung von Nuklearwaffen (ICAN) hat sie seit 2014 als Campaignerin mitgewirkt.

Martina Nicolussi

Martina ist bei #aufstehn für Büroorganisation, Kampagnenassistenz und UnterstützerInnen-Betreuung zuständig. Neben ihrem Engagement bei #aufstehn macht sie ihren Master in ökologischer Landwirtschaft und engagiert sich bei kulturellen und agrarpolitischen Initiativen.

Laura Fellerer

Laura betreut die Social Media Kanäle von #aufstehn und unterstützt das Team bei Kampagnen. Neben ihrem Engagement bei #aufstehn ist sie in mehreren anderen Vereinen und Initiativen aktiv. Darüber hinaus studiert sie Umwelt- und Bioressourcenmanagement im Bachelor.

Magdalena Harmat

Magdalena ist Social Media Managerin. Nachdem sie 2017 ihr Bachelor-Studium in Publizistik- und Kommunikationswissenschaften abgeschlossen hatte, sammelte sie Erfahrungen im Journalismus, im Bereich Social Media und SEA sowie in der Startup-Welt.

Jasmin Chalendi

Als Campaignerin bei #aufstehn plant Jasmin öffentlichkeitswirksame und schlagkräftige Kampagnen. Erfahrung in der Kampagnenarbeit hat sie in der Österreichischen Hochschüler_innenschaft und in der Schüler_innenvertretung gesammelt, insbesondere im bildungspolitischen Bereich.

Anna Breuer

Anna ist Team-Assistentin und unterstützt bei der Betreuung unserer Petitionsplattform "mein #aufstehn". Neben ihren Tätigkeiten bei #aufstehn absolviert sie ihr Masterstudium „Umwelt- und Bioressourcenmanagement” an der BOKU und ist beim “students' innovation centre” aktiv.